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EINE CHANCE ZUR AUFWERTUNG VON LANDSCHAFTEN

Die Gras- und Weideflächen sind ein überwältigendes Grundkapital für die Schafzucht. Diese Art der Bewirtschaftung bietet zum einen die dringend notwendige Landschaftspflege und vermeidet unnötige Transporte von Futtermitteln oder Getreide, denn das Gras wird direkt vor Ort genutzt. Die Schafzucht spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Aufwertung von Landschaften. Die Gebiete sind oftmals nur schwer zugänglich und können nicht für die klassische Landwirtschaft genutzt werden. Durch die Weidetiere werden diese Flächen genutzt, ohne die Umwelt zu beeinträchtigen. Zum Beispiel tragen von Schafen beweidete Deiche zum Schutz vor Sturmfluten bei. Die Schafe halten die Grasnarbe durch ihren Biss kurz und verfestigen den Deich. Zudem leisten die so gepflegten Grünflächen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wasserqualitä. Sie filtern das Wasser und der Boden wird dabei gleichzeitig vor Erosion geschützt. Außerdem helfen die Weideflächen beim Kampf gegen den Klimawandel, indem sie Kohlenstoff speichern. Ohne die Schafzucht werden diese Flächen sich selbst überlassen und veröden zunehmend. Damit dienen sie auch nicht mehr als attraktiver Anziehungspunkt für andere Wirtschaftszweige, wie den Tourismus oder die Gastronomie.

 
 
 

PLUSPUNKTE FÜR DIE
ARTENVIELFALT

Graslandschaften haben einen positiven Effekt auf die Umweltbilanz von landwirtschaftlichen Betrieben. Sie filtern das Wasser, speichern Kohlenstoff und leisten einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen die globale Erwärmung.
Die Weideflächen bieten eine Grundlage für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Diese Vielfalt erstreckt sich über das ganze Ökosystem (Pflanzen, Tiere, Menschen, Pilze, Bakterien, Viren, ...) und zeigt sich in der Artenvielfalt und dem großen Genpool innerhalb der einzelnen Tier- und Pflanzenarten.

Die Erhaltung dieser Artenvielfalt bewahrt das sensible Gleichgewicht zwischen der Tier- und Pflanzenpopulation. Innerhalb unseres Ökosystems, gibt es Nützlinge, welche für den Menschen schädliche Organismen vernichten.

Sie erhöhen die Resistenz gegen Krankheiten und verhindern die Verbreitung von Schädlingen.

Die permanent durch die Schafzucht genutzten Weideflächen sichern die Stabilität der Natur in der Umgebung über einen langen Zeitraum und garantieren so auch den Erhalt von Arten, die sensibel auf Veränderungen reagieren. Die Graslandschaften und deren Pflanzenvielfalt bieten das ganze Jahr über eine konstante Nahrungsgrundlage für verschiedene Tiere.

Schafzucht geht also mit Artenvielfalt und einem lebendigen Ökosystem einher.

EINE VITAMINSPRITZE FÜR
LÄNDLICHE GEBIETE

Die Schafzucht wertet Gebiete mit geringem wirtschaftlichem Potenzial auf, da sie Flächen nutzt, welche zum Beispiel aufgrund der schweren Zugänglichkeit oder geringen Fruchtbarkeit der Böden nicht für die klassische Landwirtschaft geeignet sind.

Hier wachsen jedoch auf ganz natürlichem Wege Gräser, Büsche und Sträucher, die als Nahrungsgrundlage für die Tiere genutzt werden.

Die Aufwertung von Gebieten in benachteiligten Regionen bringt somit auf natürliche Weise einen ganzen Wirtschaftszweig, eine Kultur, Landflächen und kulinarische Traditionen voran und steigert deren touristische Attraktivität.

Schafzucht und Weidewirtschaft sind zudem wichtige Faktoren für den Arbeitsmarkt. So schafft ein Arbeitsplatz in der Schafzucht sieben Arbeitsplätze in den genannten Branchen.

 

* Gemäß einer von Forschern durchgeführten Studie aus dem Jahr 2015, welche den wirtschaftlichen Einfluss der Schafzucht in Frankreich, Irland und England untersucht hat. Befragt wurden 25- und 45-jährige in 6 Ländern in Europa.